Noirmoutier

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Noirmoutier – Eine 2. Heimat für mich und meine Familie.

Seit 15 Jahren fahren wir nun schon auf diese Insel an der französischen Küste, fast jedes Jahr. Früher noch mit Zelt, dann im gemieteten Caravan, inzwischen in einem Häuschen in einer Ferienhausanlage.

Dieses Jahr bin ich das erste Mal seit 3 Jahren wieder mitgefahren.
Es war teilweise extrem langweilig. Und wisst ihr was? Das war genau richtig! Eine wunderbare Gelegenheit, viele, viele Bücher zu lesen, mir über einige grundsätzliche Dinge Gedanken zu machen oder auch einfach mal ein bisschen in der Sonne zu dösen.

Ich liebe das Internet, die Fülle an Informationen und die vielen möglichen Ablenkungen, aber von Zeit zu Zeit halte ich diese Art von Auszeit für sehr sinnvoll. Ich habe in diesen 3 Wochen mehr Bücher gelesen als davor in einem halben Jahr und bin mit so vielen Ideen und Plänen wieder nach Hause gekommen. Gut, ich sollte mich etwas mehr zusammenreißen, um davon auch etwas umzusetzen und nicht wieder in den alten Zeit-Verplemper-Modus zu verfallen, aber das habe ich schon soweit im Griff.

Meine wichtigste Erkenntnis dieses Urlaubs: Ich habe nur dieses eine Leben und sollte mich mehr trauen, aus Gewohnheiten auszubrechen. Ich habe diesen Sommer noch viel Zeit, bevor ich mein FSJ beginne. Warum nicht einfach mal eine Woche nach London fahren? Warum nicht mal einen Tag mit Wanderstiefeln das Haus verlassen und sehen, wohin mich meine Füße tragen?

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Andere Dinge, die ich gelernt habe:

  • Ich bin ein Fan von Virgina Woolf.
  • Und von Meike Winnemuth.
  • Ich mag keine Miso-Suppe.
  • Mein Französisch ist doch nicht so übel, wie ich dachte. Ich verknote mir beim Sprechen zwar fast die Zunge, aber ich verstehe sehr viel.
  • Ich möchte kein Veganer sein. Mir über das Thema Gedanken machen, andere Leute sensibilisieren, auf möglichst viele tierische Produkte verzichten, alles gut, damit fühle ich mich sehr wohl. Aber ich will nicht alles ablehnen, was mir angeboten wird und ich will auch nicht zu streng mit mir selbst sein.Vegetarisch zu leben macht mir dagegen keine Probleme, das ist leicht.
  • Ich finde das Meer toll, aber im Wald oder in den Bergen fühle ich mich wohler.

Ich schließe diesen Beitrag mit den obligatorischen Urlaubsfotos ab.

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Ausflug nach Pornic auf dem Festland

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Noirmoutier hat eine Sushi-Manufaktur, in der die nette Inhaberin auf geniale Art und Weise Japanische Küche mit Französischer kombiniert.

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Ich bin fast jeden Tag an diesem „Rentnerbänkle“ vorbeigekommen, Fifine und Paulette habe ich leider trotzdem nie kennengelernt.

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Der schönste Buchladen, den ich je erlebt habe! Leider habe ich keine Fotos von der wunderschönen Einrichtung des Ladens oder der Katze, die zwischen den Bücherstapeln döst oder den kleinen handschriftlichen Notizen und Empfehlungen, die den einzelnen Büchern beiliegen… Dafür konnte ich einige Bilder von dem wunderschönen Innenhof machen, in dem man Kaffee trinken oder sich durch die hundertdrölfzig verschiedenen Teesorten probieren kann.

Und zum Abschluss einige ganz Noirmoutier-typische Bilder: Blaue Fensterläden, Blumen und Salzwiesen.

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Ein Gedanke zu “Noirmoutier

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